Das Regionale Bautzener Sozialforum möchte bürgerliches Engagement für mehr Demokratie und Solidarität fördern. Es folgten der Aufforderung „Zukunft mitgestalten“ ca. 60 Interessenten. Der Grundgedanke, heutige Probleme mit bewährten alten Mitteln zu lösen, stand im Mittelpunkt der Eingangsworte und der vier Gesprächskreise.
Welche Anregungen brachten die Eingangsgedanken?
Frau Dr. Elka Tschernokoshewa bezeichnete bürgerliche Teilhabe an der Gestaltung der gemeinsamen Zukunft als hohen Wert. Sehr interessant waren ihre Gedanken zum Vertrauen als notwendige Voraussetzung des Lebens. Dabei geht es nicht nur um Vertrauen zwischen Gleichgesinnten und Gleichgestellten, sondern gerade um Vertrauen zu Fremden, zu anderen sozialen Gruppen, zu anders Lebenden.
Im Forum stellten Experten die Themen der 4 Gesprächskreise vor:
Arno Glauch gab Einblicke in die Möglichkeiten einer solidarischen Wirtschaft und die Vorteile für regionale Wirtschaftskreisläufe durch das Regionalgeld „Der Lausitzer“. Carola Birrer stellte ihre Erfahrungen mit dem Spreequell-Tauschring vor und betonte, dass ein Tauschring Selbst- und Nachbarschaftshilfe geldlos fördert. Dirck Rothe nannte Beispiele für Patenschaften und zeigte sich überzeugt, dass Patenschaften das soziale Klima positiv verändern kann. Das Mit- und Füreinander wird gestärkt und persönliche Kontakte aufgebaut. Uwe Haspel und Marion Nawroth warben für das Interesse an einem Bürgerzentrum bzw. einer Bürgerstiftung. In Bautzen sollte eine Stätte der demokratischen Mitgestaltung entstehen.
Welche Ergebnisse ergab der Ideen- und Gedankenaustausch in den Geprächskreisen?
Gesprächskreis: Das Regionalgeld und seine Chancen
Die Teilnehmer waren sich einig, dass der Lausitzer soziale und wirtschaftliche Kreisläufe befördern kann. Zunächst muss die Aufgabe gelöst werden, weitere Unternehmen zu gewinnen, die den Lausitzer akzeptieren. Aufklärung ist zu leisten, Netzwerke zu bauen und Bürger zum Mitmachen zu gewinnen. Ein Stammtisch in Hoyerswerda wird in unserer Region wesentlich die Arbeit leisten. Kontakt: www.lausitzer.biz
Gesprächskreis: Der Tauschring – eine alte Idee neu beleben
Der Vorteil eines Tauschringes besteht darin, dass alle Teilnehmer aus dem Dienstleistungsangebot der gesamten Tauschgemeinschaft frei und geldlos auswählen können. Die Teilnehmer wollen für Bautzen einen Marktplatz suchen, ein Marktblatt entwickeln und eine Internetseite gestalten. Die Voraussetzung für das Gelingen ist die Bereitschaft, die laufenden Arbeiten mitzugestalten.
Kontakt:
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
Gesprächskreis: Patenschaften – Zeit schenken
An diesem Tisch hatten sich Menschen zusammengefunden, die als Paten tätig werden wollen; zum Teil haben sie auch schon beim Patenschaftsprojekt der Caritas bis Ende 2010 mitgewirkt. So sprachen wir über Erlebnisse, Erfahrungen und über eine Wiederbelebung, allerdings ohne hauptamtliche Koordination. Wie das aussehen kann, soll in weiteren Gesprächen – auch mit Herrn Deckwart von der Caritas – besprochen werden.
Kontakt: www.sozialforum-bautzen.de (Dirck Rothe)
Gesprächskreis: Bürgerzentrum / Bürgerstiftung
Einige Teilnehmer wollen sich für ein Bürgerzentrum, einen Bürgertreff in Bautzen einsetzen. Erste Gespräche mit dem Bürgermeister stießen auf Verständnis. Andere sind davon überzeugt, dass Bautzen, wie viele Städte in Deutschland eine Bürgerstiftung braucht. Für die Bürgerstiftung stehen die Aktiven vor der Aufgabe, Menschen mit Zeit, Ideen und Geld zusammenzuführen. Nur so könnten Konzepte für Jugend-, Kultur- und Sozialprojekte entwickelt werden.
Kontakt:
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
/
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
Was haben wir 2011 erreicht?
1. Das Nachdenken über unser Denken fand im Juni, September und November mit Frau Dr. Elka Zschernokoshewa unter dem Thema: „Anders sein und Dazugehören“ statt. Die Veranstaltungen wurden gut angenommen. Die Zusammenarbeit mit dem Steinhaus hat sich bewährt.
2. Unsere Aktion für die Deutsche Knochenmarkspenderdatei erreichte ca. 100 Bürger, die sich in die Lebensretterdatei einschrieben.
3. Die Initiative BGE traf sich regelmäßig und konnte eine erfolgreiche „Woche des BGE„ gestalten. Ein großes Forum mit 2 Bundestagsabgeordneten (CDU, DIE LINKE.) und 2 Landtagsabgeordneten (SPD, FDP) sowie einem Vertreter der Piraten fand in der Öffentlichkeit besondere Beachtung.
4. Die Initiative für ein Bürgerzentrum hatte Kontakte mit dem Bürger meister zu ihrem Anliegen.
5. Der Stammtisch findet monatlich am 1. Mittwoch um 18.00 Uhr im Grünen Laden, Hauptmarkt 2, Bautzen, statt. Interessierte sind stets willkommen.
6. Am Tag der Vereine trat Das Sozialforum mit Aktionen „Ein Lächeln schenken“ und Befragungen zum Maximallohn und Minimallohn auf.
Auswertung als PDF-Dokument herunterrunterladen.
Sozialforum Bautzen, ein unabhängiges Bürgernetzwerk
Mail:
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
Webadresse: www.sozialforum-bautzen.de
Sprecherin: Birgit Delling Tel.: 035939/80088
|